Am 25.02.2019 berichteten die Westfälischen Nachrichten über das Scheitern der Überführung der Bäder in einen betriebliche Form unter dem Dach der Stadtwerke. Zu diesem Artikel habe ich den nachfolgenden Leserbrief verfasst.

Ohne Frage, die Überführung der Bäder in die Zuständigkeit der Stadtwerke Münster wäre sowohl für das Marketing, als auch für die Tarifstruktur der Bäder ein Gewinn gewesen. Die Einbindung der Pluscard in die Bädertarife wäre eine gute Entwicklung gewesen. Spannend wird sein, inwiefern man dies nun im Rahmen eines Kooperationsvertrags realisieren kann.
Doch bei der ganzen Diskussion verkennt man das eigentlich Problem, das Münsters Bäderlandschaft hat. Ein attraktives Bad wäre das beste Marketing überhaupt, doch an der Stelle möchte man immer noch nicht aktiv werden, stattdessen gibt man sich der Illussion hin, in den bestehenden Bädern mit tollen Veranstaltungen und effizientem Marketing was reißen zu können. Für nicht mehr als eine größere Badewanne kann man allerdings so viel Werbung machen wie man will, es bleibt schlicht langweilig. Das ganze Debakel wird dann noch mit Pannen wie den Schließfächern im Hallenbad Ost garniert, sodass auch der letze Badegast Stück für Stück vergrault wird.

Ich wünsche mir, dass man endlich mal investiert. Münster hat mehr verdient als 25-Meterbahn und Warmbadetag. Auf der einen Seite ist für fast alle teuren Projekte Geld im Haushalt da, geht es aber um ein Freizeitbad für Kinder, Jugendliche und Familien geht, dann ist der Geldhahn dicht.

Die gescheiterte Überführung der städtischen Bäder zu den Stadtwerken ist also nur ein Symbol verfehlter Bäderpolitik.


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