Am heutigen Sonntag wurden die Ergebnisse der Wahl zum SPD-Parteivorsitz bekanntgegeben. Und das Ergebnis ist, dass es eine Stichwahl geben wird, weil kein Kandidaten-Team mehr als 50% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Im November müssen die SPD-Mitglieder also nochmal an die Urne. Auch dann kann man wieder digital abstimmen.

Das Ergebnis des 1. Wahlgangs zum SPD-Parteivorsitz. Bildquelle: twitter.com/spdde

Die Entscheidung, wen ich im ersten Wahlgang wählen soll, ist mir sehr schwer gefallen. Das Team aus Saskia Esken und Norbert Walter Borjans und das Team aus Christina Kampmann und Michael Roth haben es mir nicht leicht gemacht mich zu entscheiden. Beide Teams haben aus meiner Sicht überzeugende Konzepte vorgelegt, wie es mit unserer Partei, aber auch unserem Land weiter gehen soll. Am Ende hat der persönliche Eindruck von der Regionalkonferenz und die Kampagne von Christina und Michael mich mehr überzeugt und sie haben im ersten Wahlkampf meine Stimme bekommen.

Eskabolation!

Im zweiten Wahlgang werde ich nun für NoWaBo und Saskia stimmen. Die beiden, waren ja bereits im ersten Wahlkampf eine meiner beiden Optionen und haben überzeugende Vorschläge auf den Tisch gelegt. Hinzu kommt, dass Olaf Scholz für ein „weiter so“ steht, dass ich nicht unterstütze. Eine Erneuerung war in der großen Koalition nicht nicht möglich und Olaf führt den Weg der schwarzen Null, den sein Vorgänger Wolfgang Schäuble eingeläutet hat quasi 1:1 fort. Das schadet diesem Land weiter. Gerade wenn man auf die kommunale Ebene schaut sieht man wie die öffentliche Infrastruktur vernachlässigt wird, weil schlicht das Geld fehlt. Als mit Olaf ein Sozialdemokrat ins Bundesfinanzministerium (BMF) eingezogen ist, habe ich, wie viele andere auch gehofft, dass damit auch ein politischer Wechsel eingeleitet wird. Doch es kam anders und Olaf ist somit aus meiner Sicht für den Parteivorsitz der SPD nicht wählbar. Diese Partei braucht neue Ideen und muss einen neuen Weg gehen und das wird nicht mit jemandem gehen, der seit so vielen Jahren an der Führung dieser Partei beteiligt war und für die jetzige Lage mitverantwortlich ist.

Kategorien: PolitikSPD

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